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(Polski) Historia

Die Geschichte des Lubusker Theaters

Am Anfang gab es das Gebäude. Das Projekt wurde von dem berühmten Architekten Oskar Kaufmann geschaffen. Ein repräsentatives Gebäude aus dem Jahr 1931 mit einem Zuschauerraum und entsprechender szenischer Bühne. Der Theatersaal wurde vom Hausmeister überwacht. Der Saal wurde auch für Massenversammlungen und besondere Gelegenheiten vermietet . Später traten hier miteinander rivalisierende Amateurgruppen der Eisenbahner und der Textilfacharbeiter auf.

Am 5. November 1945 hat der Bevollmächtige der Regierung im Landkreis von Zielona Góra Cezary Julski zum Direktor des Stadttheaters ernannt. Ein paar Monate später wurde er jedoch beruflich nach Posen versetzt und das Theater wurde geschlossen. Es dauerte aber nicht lange, die Ambitionen waren erwacht. In dem Breslauer “Polnischen Wort” erschien ein Artikel mit dem Titel ? Zielona Góra will ein Theater haben?. Die Theatergruppen sind langsam entstanden, aber gingen auch allmählich wieder zugrunde. Es gab zwei wichtigen Gruppen: “Das Theater der Eisenbahner” das von Andrzej Romańczak gegründet wurde. Seine beste Spielzeit erlebte das Theater in den Jahren 1946 ? 1949. Es gab auch die bei der “Polnischen Baumwolle” geschaffene “Neue Redute”, früher als ?Das Theater der Textilfacharbeiter bekannt.? Es wurde von Józef Żmuda und Stanisław Cynarski ? dem künftigen Schauspieler des Theaters in Zielona Góra- gegründet. Aus diesen zwei Gruppen gründete man im Oktober 1951 das Stadttheater in Zielona Góra. Der erste Direktor und artistische Leiter dieser Bühne wurde die schon in der Vorkriegszeit auftretende Schauspielerin Róża Gella-Czerska.

Am 24. November des Jahres fand im Saal des Stadttheaters in Zielona Góra die Premiere des Stücks von A. Fredro ?Die Rache? unter der Regie von Róża Gella-Czerskia. Das Szenenbild schuf Antoni Marra.

Ab März des nächsten Jahres wurde der Regisseur Stanisław Cegielski zum Direktor und artistischen Leiter des Theaters berufen. Das Publikum konnte damals die ?Rückkehr des Gesandten?, ?Verschwörung der Jungfrauen? und ?Figaros Hochzeit? bewundern.

Seit dem 1. Januar 1954 übte Zbigniew Koczanowicz die Funktion des Direktor aus. Er lud Stanisław Hebanowski zur literarischen Zusammenarbeit ein (dies war der erste einjährige Aufenthalt Hebanowskis in Zielona Góra). Er engagierte einen artistischen Leiter und Bühnenbildner und lud die Abiturienten des Warschauer Theaterlyzeums ein. Die Theatervorführungen vor Publikum begannen. Direktor Koczanowicz ? brachte den Menschen geduldig das Schauspielalphabet bei, er ließ die Menschen sich langsam einarbeiten , popularisierte das Theater in der Gesellschaft. ? ? schrieb Andrzej Wróblewski nach 20 Jahren in einem Jubiläumsalbum.

Das erste Jubiläum feierte man zur 50-jährigen Mitarbeit des Schauspielers Bronisław Gałecki. Man spielte damals den ?Segler? von Szaniawski unter der Regie von Z. Koczanowicz. Jerzy Szaniawski übermittelte den Zuschauern und seinen Arbeitsfreunden im Juni 1955 die besten Glückwünsche.

Zu Anfang der Theatersaisons 1956/57 fand ein Fest zum 5-jährigen Jubiläum statt. Zu diesem Jubiläum kamen außer den Vertretern des Ministeriums und der Verwaltung von SPATiF auch Kritiker, Publizisten und Vertreter des westlichen Nachbarlandes. Die Schauspieler spielten das große, weltberühmte Stück von Friedrich Schiller ?Kabale und Liebe?

1957/58 übernahm Zbigniew Przeradzki die Leitung des Theaters. Die von Zdzisław Giżejewski redigierten Theaterprogramme sahen jetzt anders aus. Sie hatten auch eine Beilage ?Bouletten PTZL? (Staatstheater des Lubusker Landkreises) mit der Frage ans Publikum bezüglich seiner Meinung zum Niveau, der Beurteilung des Stücks und seine Erwartungen . In der Saison 1958/59 begann man mit der Ausgabe der ?Theatralischen Hefte?, in denen man die Vorträge der hiesigen Schauspieler und zur Mitarbeit eingeladenen Schauspieler publizierte. Bis jetzt wurden insgesamt 255 Nummern herausgegeben.

Seit dem 6. Dezember 1959 erschienen mit dem ?Streit in Pacynkow? in dem Repertoire des Lubusker Theaters auch Spektakel für die Kinder. Von Anfang des Jahres 1964 an begann die Puppenbühne zu spielen. Die Initiative ergriff damals Halina Lubic (eine der Bühnen im Theater wurde mit Ihrem Namen benannt) . 1999 wurde das 35-jährige Jubiläum der Bühne gefeiert. Der erste feierliche Akt war die Premiere des ?Tiegerchen Pietrek? von Hanna Januszewska. Die Premiere fand am 27. September 1998 statt. Die Puppenbühne trennte sich von der Dramabühne und bildete getrennte Schauspielgruppen. Sie versuchten zunächst getrennt in einem ganz anderen Gebäude zu spielen, später haben sich die Gruppen dann vereint. So ist es auch heute noch ? es sind eine Gruppe, spielen aber auf zwei verschiede Arten. Sowohl für die Erwachsenen als auch für die kleinen Zuschauer treten dieselben Schauspieler auf.

So war es zu Beginn ? und wie ging es weiter? … wir haben die unbestrittenen Erfolgsschauspieler Jerzy Zegalski und Marek Okopiński- so nennt sie Jan Paweł Gawlik. Nach ihnen gibt es nur Erfolgs-Nachahmer, manchmal sogar Erfolgs-Vernichter …? zittiert nach Marek Chełminiak, der dies im Programm zu ?Antigone? von Sophokles schrieb. ?Antigone? wurde zum 35-jährigen Jubiläum des Theaters aufgeführt.

Am 18.Dezember 1964 während der Premiere des Stücks von Leon Kruczkowski ?Der Erste Tag der Freiheit?, in der Regie von Krystyna Meissner (niemand hat damals vermutet, dass mehr als ein Dutzend Jahre später Krystyna Meissner Direktror des Theaters wird!) bekam das Staatstheater des Lubusker Landkreises einen neuen Namen. Seit der Zeit heißt es: das Lubusker Theater von Leon Kruczkowski.

Zur Geschichte des Lubusker Theaters müssen berühmte Namen genannt werden: die litarischen Leiter Stanisław Hebanowski, Stanisław Grochowiak, Marta Fik und Jerzy Ziomek. Es erhielt viele Preise und Auszeichnungen in den sechziger Jahren. Die Preisträger von den Festivals in Kalisz und Wrocław waren Halina Winiarska und Józef Fryźlewicz, Zdzisław Wardejn, Jerzy Hoffmann und Henryk Machalica. Es sind Opalinski?s Schauspieler.

Im Jahre 1972 hat Jerzy Hoffmann sein fünfjähriges Direktoramt im Lubusker Theater beendet. Es kam eine Epoche der kurzen, meist zweisaisonalen Direktorkadenzen in den siebziger und achtziger Jahren. Preise und Auszeichnungen gab es immer seltener, die Zahl der Schauspieler sank. Es fehlte natürlich nicht an interessantem Spektakel und spannendem Repertoire und interessant durchgeführten popularisatorischen Arbeiten. Man muss besonders die Zeit unter dem Direktorat von Ryszard Żuromski erwähnen . Im Jahre 1974 begann die vierjährige Renovierung der Großen Bühne. Die Theatervorstellungen gab es jetzt in Studentenheimen, in Klubs, und sogar in Fabrikhallen . Man gründete eine Zusammenarbeit mit der Kathedrale der Polnischen Literatur der Pädagogischen Hochschule in Zielona Góra. Die nächtlichen Premiereaufführungen für Studenten wurden zur Tradition, danach folgten stundenlange Gespräche und Diskussionen über die Aufführung.

Im Herbst 1974 fand eine landesweite wissenschaftliche Sitzung im Theater statt. Der Vorsitzende der Sitzung war Prof. Kazimierz Wyka. Das Thema war Literatur und ?neue Wege? im Theater. Die Teilnehmer haben sich drei vom Lubusker Theater aufgeführten Premieren angesehen ?Kosmogonia? von Jarosław Iwaszkiewicz, ?Anzeige der Realität? von Miron Białoszewski und von Janusz Krasiński ?Kappe , also Tod in Raten?.

Im Januar 1976 fand das wirtschaftliche Symposium ?Theater ? in Richtung der Effektivität ?, im Theatergebäude statt. Daran nahm auch das ?Theater 77? von Łódź teil.

Nach der Kadenz von Tadeusz Pliszkiewicz und Mirosław Wawrzyniak nahm zu Beginn 1980/1981 Krystyna Meissner das Amt des Direktors des Lubusker Theaters an. Auf der Bühne in Zielona Góra erschienen sehr junge, engagierte Schauspieler, direkt nach dem Abschluss der Warschauer Staatlichen Theatralischen Hochschule (PWST). Im Repertoire waren starke und bekannte Stücke . Sowohl das Publikum als auch die Kritiker haben sich erneut für das Theater interessiert. Mit großem Applaus begrüßte man das Monodrama von Halina Mikołajska ? Über das lange Warten? anhand ?Jozef und seine Brüder ? von T. Mann. Später nahm die ausgezeichnete Schauspielerin in dem Stück von Kazimierz Skorupski ?Czesław Miłosz ? das Treffen? teil. Dieses Stück wurde auch den streikenden Landwirten gezeigt. Sensationell, schon im Kriegsrecht realisiert, voll von scharfen politischen Illusionen ? die Scharlachroteinsel ? von M. Bułhakow.

Einen noch größeren Eindruck machten die drei öffentlichen Generalproben des Stücks ?Warum?? Es ist eine Adaptation des verbotenes Buches von W. Jerofiejew ?Moskau von Pietuschko?. Die Premiere wurde zensiert und fand nicht statt.

Später wurde Hilary Kurpaniky Direktor des Theaters und dachach Marek Górski und Krzysztof Rotnicki, schließlich – Janusz Kozłowski. Am 1. April 1991 wurde Waldemar Matuszewski Hauptdirektor und artistischer Leiter des Lubusker Theaters

Das fünfjährige Jubiläum des Lubusker Theaters unter der Leitung von W. Matuszewski ist ein Wiederbeleben desrTheaterumfelds in der Stadt Zielona Góra und ihrer Umgebung. Über 2.000 Vorstellungen, rund 50 Premieren zeigte in dieser Zeit das Lubusker Theater. Jedes Jahr unter Zielona Góra fand das Weinlesezeit -Theaterfestival statt (später schon unter der Leitung von Direktor A. Buck als ?Nachweinlesezeit- Theaterfestival ? bekannt). Das Lubusker Theater empfing damals Gäste aus ganz Polen. Seit 1995 entwickelte sich mit Erfolg die nichtformelle Initiative der Theater von Zielona Góra, Legnica, Jelenia Góra, Gorzów, Olsztyn, Wałbrzych. Diese Initiative bekam den Namen ?Union der Theater von Westpolen?, und beruhte auf dem Austausch der Stücke. Das Ensemble des Lubusker Theaters und seine Ausführungen wie z. B. ?die Hochzeit?, ?Herr Tadeusch?, ?Modrzejewska? erschienen auf den Bühnen in Kraków, Warszawa und in anderen polnischen Städten. Man muss auch die Auslandstourneen erwähnen – nach Litauen (?Herr Tadeusch?), nach Frankreich und nach Deutschland (zweimal).

Im Jahre 1996 feierten wir das 45-jährige Jubiläum der Bühne in Zielona Góra. Die Premiere ?Hamlet? von W. Szekspir in der Übersetzung von. St. Barańczak und unter der Regie von W. Matuszewski und mit Musik von Z. Konieczny inaugurierte das Jubiläum.

Die ganze Zeit hatte das Theater auch Tourneen , sie umfassten 6 Woiwodschaften, über 150 Ortschaften. Das Theater entwickelte das Tournee- Modell in der Saison 1998/1999 unter Andrzej Buck. Man setzt das Lubusker Theater fort, welches schon Marek Okopiński initiiert hatte. Zuletzt ging diesen Weg auch Waldemar Matuszewski. Er hatte nicht nur klassische Beispiele wie ?Bettler? von A. Mickiewicz und “Onkel Wanja” von Czechow, sondern auch die mit großen Erfolg ausgestellten “Appetit auf Kirschen” von A. Osiecka, Musical für Kinder “Katzen” von Waldemar Wolański und die ” Reisen des Koziołek Matołek” von K. Makuszyński voll Gesang und Tanz im Repertoire.

Das Lubusker Theater wollte freundlich gegenüber den Zuschauern sein , ein offener Ort, den man gerne besucht. Deshalb erschien aufgrund von Vorschlägen das Stück nach dem Szenenbild und unter der Regie von Krzysztof Rościszewski unter dem Titel “Die Drogenabhängige”. Es ist anhand der authentischen Ausführungen von anonymen süchtigen Personen entstanden und anhand von “Das Tagebuch einer Drogensüchtigen” von Barbara Rosiek. Das Theater unterhält die Zuschauer auch mit der Farse von Ray Cooney’ “Es bleibt in der Familie” unter der Regie von Wojciech Pokora, die Premiere war am 11. Oktober 1998 und wurde danach noch sehr lange gespielt.

Im Mai mit dem Konzert von Leszek Długosz wurde die Bühne für literarische Lieder geöffnet. Und mit der Vereinigung mit dem Musischen Theater in Posen wurde eine Musische Bühne geschaffen, auf der man ?Hits der Wiener Musik? und ” Pariser Liebhaber ” sehen kann ? Revue französischer Chansons vorbereitet von Joanna Rawik und anderen. Es war die Bühne der Schauspielerischen Initiative und die Impresarische Bühne.

Andrzej Buck leitete das Lubusker Theater bis zum Oktober 2007. Zehn Jahre seiner Arbeit als Direktor wartet auf sachliche Beurteilung. Eines ist sicher, es war der längste Zeitraum unter einem Direktor in der Geschichte des Lubusker Theaters.

Im Oktober 2007 wurde Robert Czechowski zum Direktor der Szene in Zielona Góra berufen.

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